WISSENSWERT: Wissenschaftler entschlüsseln Wirkmechanismus der Pflanzenkohle

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat jetzt nachgewiesen, wie Pflanzenkohle (karbonisierte Biomasse, auch Biokohle genannt) nachhaltig die Bodenfruchtbarkeit fördert.
Klar war schon immer: Pflanzenkohle ist nicht gleich Pflanzenkohle. Eine wachstumsförderne Wirkung haben die Karbonisate nur, wenn sie vor der Einbringung in den Boden mit Nährstoffen angereichert („aufgeladen“) werden. Unbehandelte Pflanzenkohle führt zu sehr ernüchternden Ergebnissen. Doch warum ist das so? Um das zu klären, hatten die Wissenschaftler Pflanzenkohle vor und nach der Kompostierung mit Stallmist ins Visier genommen.

Ihre Ergebnisse: Die Kompostierung führt zu einer organischen Beschichtung der Oberfläche, die auch Nährstoffe aus dem Mist enthielt. Die stellenweise bis zu 200 Nanometer dicke Schicht sorgt den Autoren zufolge für die verbesserten Düngeeigenschaften der „aufgeladenen“ Pflanzenkohle. Analysen zeigten, dass die zusätzliche Schicht die Interaktion der Pflanzenkohle mit Wasser und Nährstoffen verändert: Die jeweiligen Moleküle haften beispielsweise besser an der Oberfläche.

Eine lesenswerte Zusammenfassung der Studie können Sie auf www.pflanzenkohleforschung.de (gefördert vom BMBF) oder auf der Seite der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG lesen.

Die Original-Studie kann hier auf www.nature.com eingesehen werden.

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