Geniales UpCycling: Pflanzenkohle aus Coffee To Go-Bechern

In Deutschland werden laut der DUH (Deutsche Umwelthilfe) stündlich 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht. Das ist nicht nur ein gigantischer Müllberg. Die Einwegbecher bestehen laut DUH auch überwiegend aus Papierfasern, für deren Herstellung in aller Regel Neumaterial und kein recyceltes Papier eingesetzt wird. Weil die Einwegbecher zudem nicht nur aus Pappe, sondern anteilig auch aus Kunststoff bestehen, sind die Pappbecher nur schwer zu recyceln. Das Start-Up Unternehmen Carbogenics (UK), das aus einem Forschungsprojekt an der University of Edinburgh entstanden ist, hat eine Idee entwickelt, wie mittels Pyrolyse (Karbonisierungsverfahren / Verkohlung) diese Coffee to Go-Becher zu Pflanzenkohle zu recycelt werden können. Die Pflanzenkohle kann anschließend wieder in der Landwirtschaft als Bodenverbesserer oder zur Verbesserung des Biogas-Prozesses eingesetzt werden. Damit bekommen die Pappbecher nicht nur eine sinnvolle neue Verwendung: Während der Verkohlung wird ein großer Teil des enthaltenen Kohlenstoffs in der Pflanzenkohle stabil gespeichert. Wird die Pflanzenkohle anschließend in den Boden eingebracht, ist der Kohlenstoff der Atmosphäre für Jahrhunderte entzogen (aktive CO2-Minderung).

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, dem empfehlen wir die Homepage von Carbogenics.

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