Wie aus Klärschlamm ein neuer P-Dünger wird

Schärfere Grenzwerte, Pflicht zum Phosphor-Recycling, steigende Entsorgungskosten durch Kapazitätsengpässe – auf die Abwasserbehandlungsbranche kommt mit den zahlreichen neuen gesetzlichen Regelungen einiges zu. Setzen Sie deshalb auf eine Technik, die sich bereits auf zwei deutschen Kläranlagen und in den USA bewährt:

  • Hinter der PYREG-Technologie steht eine kompakte Anlage in Serienfertigung.
  • Mit ihr wird Klärschlamm stofflich und energetisch zu einem Phosphor-Dünger verwertet. Eine weitere, aufwändige Aufbereitung der Karbonisate zu einem Düngemittel oder die Deponierung von „Reststoffen“ entfällt.
  • Das PYREG-Verfahren ist als dezentrale Technologie ausgelegt: Eine Anlage rechnet sich bereits ab einer Kläranlagengröße von 50.000 Einwohnerwerten (EW) und kann nach Bedarf aufskaliert werden.
  • Mit der dezentralen PYREG-Technologie behalten Sie weiterhin alle Verwertungsschritte in der Hand und können gezielt kalkulieren, planen und steuern.

Die Vorteile der Karbonisierung

  • Der Klärschlamm wird hygienisiert.
  • Die Klärschlammmenge wird deutlich reduziert.
  • Phosphor wird als Sekundärrohstoff in pflanzenverfügbarer Form zurückgewonnen.
  • Der Klärschlamm wird vollständig zu einem Phosphor-Dünger verwertet.

Die neue Klärschlamm-
Verordnung in der Übersicht

5 gute Gründe für
die PYREG-Technologie

Vorteile gegenüber
der klassischen
Monoverbrennung

Lassen Sie uns über Zahlen reden: Eine PYREG-Anlage ist für Klärschlammaufkommen ab einer Größe von ca. 50.000 Einwohnerwerten (EW) konzipiert. Denn der Klärschlamm soll gleich dort verwertet werden, wo er anfällt: dezentral auf der Kläranlage.

  • Der Jahresdurchsatz eines PYREG-Moduls beträgt zirka 1.400 t an getrocknetem Klärschlamm (mind. 80% TS).
  • Bei größerem Klärschlammaufkommen kann die PYREG-Anlage modular aufskaliert werden.
  • Mit einem PYREG-Modul lassen sich bis zu 500 t an Dünger pro Jahr mit bis zu 20 % pflanzenverfügbarem Phosphor gewinnen, welcher ohne weitere Aufbereitung direkt weitervermarktet werden kann. Es bleibt nichts zurück, was anschließend noch deponiert oder anderweitig entsorgt werden muss.
  • Das spart bis zu 90 % der sonst anfallenden Transporte (im Vergleich zu Klärschlamm mit 4% TS).
  • Zudem verläuft der Prozess autotherm, das heißt, es wird für den Betrieb ausschließlich Energie aus dem Klärschlamm verwendet. Zusätzlich können bis zu 150 kWth für die vorgeschaltete Trocknung des entwässerten Klärschlamms genutzt werden.

Das PYREG-Verfahren
für Klärschlamm

Kennzahlen
der PYREG-Anlage

Was das PYREG-Verfahren
von der Pyrolyse unterscheidet

Was das PYREG-Verfahren
von HTC unterscheidet

Die Karbonisierung selbst ist ein Prozess, der schon seit vielen Jahrhunderten bekannt ist. Neu ist allerdings, dass im PYREG-Verfahren der Karbonisierungsprozess so gezielt gesteuert werden kann, dass damit Klärschlammkarbonisate in gleichbleibend hoher Qualität erzeugt werden.  Das Verfahren unterscheidet sich so deutlich von der klassischen Pyrolyse, dem eines Holzvergasers oder der Hydrothermalen Carbonisierung (HTC).

Saubere Karbonisierung

Da die beim Verfahren entstehenden brennbaren Gase in einer nachgeschalteten Brennkammer vollständig verbrannt werden, bildet das PYREG-Verfahren wenig thermisches NOx. Auch entstehen keine Problemstoffe wie Kondensate oder Teere. Eine Abgasreinigungsstufe sorgt dafür, dass die Grenzwerte der geltenden Bundesimmissionsschutzordnung verlässlich eingehalten werden.

Keine aufwändige Nachbehandlung

Nicht zuletzt erfolgt beim PYREG-Verfahren die thermische Behandlung des Klärschlamms bei deutlich geringeren Temperaturen als beispielsweise bei den herkömmlichen, großen Monoverbrennungsanlagen. Damit bleibt der Phosphor pflanzenverfügbar. Es ist kein nachträglicher und aufwändiger Ascheaufschluss nötig. Das Karbonisat kann vollständig, also ohne weitere zu entsorgende Reststoffe, als Dünger vermarktet werden.

Effizient

Anlagen entsprechen
modernster Umwelttechnik

Dezentral

Vollständige Verwertung
des Klärschlamms vor Ort

Wertsteigernd

Sie generieren
zusätzliche Einnahmen

Eine PYREG-Anlage arbeitet äußerst kostengünstig und gewährt maximal Flexibilität. Für den Betrieb der kompakten Anlage ist lediglich eine geringe Menge an Initialenergie notwendig. Ist der Prozess in Gang gesetzt, produziert die PYREG-Anlage ihre eigene Betriebswärme. Darüber hinaus stehen weitere Energiekontingente zur Verfügung und können zur Trocknung oder anderweitigen peripheren Nutzung eingesetzt werden.

 

​Einnahmequellen

  • Erlöse aus der Annahme des Klärschlamms oder anderer Biomassen.
  • Verwertung der überschüssigen thermischen Energie.
  • Vermarktung der Karbonisate (Phosphor-Dünger).

Weitere ökonomische Nutzeneffekte

  • Reduktion der Transportkosten (mehr als 80%) durch dezentrale Verwertung.
  • Reduzierter Platzbedarf, Handlingskosten, Administrationsaufwand etc.
  • Eigen- statt Fremdverwertung: Planungssicherheit durch Abkopplung von der Marktpreisentwicklung.
  • Vermeidung von sonst erforderlichen Alternativ-Investitionen.
  • Langfristige Entsorgungssicherheit auch bei verschärften Grenzwerten und Umweltschutzverordnungen.

Entsorgungsverband Saar (EVS)

STANDORT Homburg
LAND Deutschland
ANZAHL DER PYREG-ANLAGEN 1
IN BETRIEB SEIT 2016

PROZESS

  • Klärschlammverwertung
  • Phosphor-Recycling
  • Nutzung überschüssiger Wärmeenergie zur Klärschlammtrocknung

INPUT

  • Getrockneter Klärschlamm

Link

Zweckverband Abwasserbeseitigung Linz-Unkel

STANDORT Unkel
LAND Deutschland
ANZAHL DER PYREG-ANLAGEN 1
IN BETRIEB SEIT 2015
PROZESS

  • Klärschlammverwertung
  • Phosphor-Recycling
  • Nutzung überschüssiger regenerativer Wärmeenergie zur Klärschlammtrocknung

INPUT

  • Getrockneter Klärschlamm

Link

BIOFORCETECH CORPORATION

STANDORT Redwood, California
LAND USA
ANZAHL DER PYREG-ANLAGEN 1
IN BETRIEB SEIT 2017
PROZESS

  • Klärschlamm-Verwertung
  • Phosphor-Recycling
  • Nutzung überschüssiger regenerativer Wärmeenergie zur Klärschlammtrocknung

INPUT

  • Klärschlamm

Link