Früher kamen Gülle, Stall­mist und Trockenkot einfach als Dünger aufs Feld. Nun zwingen schär­fere Grenz­werte und längere Sperr­fristen bei der Ausbrin­gung der Wirt­schafts­dünger die Land­wirt­schaft zum Umdenken. Neue Verwer­tungs­wege werden drin­gend gesucht. Ein Forschungs­pro­jekt der PYREG und der Tech­ni­schen Hoch­schule (TH) Bingen will mit einem Karbon-Dünger neue Wege aufzeigen. Wich­tige Nähr­stoffe wie Phos­phor und Stick­stoff werden dabei scho­nend wieder­ge­wonnen und die Umwelt aktiv geschützt. Den Start­schuss für das 800.000 Euro teure Projekt gab jetzt das Bundes­mi­nis­te­rium für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft (BMEL).

Peter Bleser, Parla­men­ta­ri­scher Staats­se­kretär beim Bundes­mi­nister für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft, über­reichte die Förder­be­scheide den Projekt­part­nern persön­lich, zu denen auch die Hoch­schule Geisen­heim, die Justus-Liebig-Univer­sität Gießen und die Klass-Filter GmbH gehört. „Im Hinblick auf die novel­lierte Dünge­mit­tel­ver­ord­nung und die geplante Stoff­strom­bi­lanz, die Ende September im Bundesrat beraten wird, ist ihr Forschungs­vor­haben hoch­ak­tuell“, betonte Bleser bei seinem Besuch in Dörth. Das Bemühen um einen scho­nenden Umgang mit den vorhan­denen Nähr­stoff­res­sourcen und deren umwelt­freund­liche Wieder­ge­win­nung sei wegwei­send über die Grenzen Deutsch­lands hinaus. Das BMEL fördert das Projekt mit 600.000 Euro.