Schweden möchte bis 2045 klima­neu­tral werden und hat dafür von einer Sonder­kom­mis­sion eine Stra­tegie erar­beiten lassen. Gestern wurde der umfang­reiche Bericht vorge­stellt. Auf 850 Seiten werden darin „Wege in eine klima­freund­liche Zukunft“ beschrieben.

Nicht umsonst gelten die Skan­di­na­vi­schen Länder als Vorreiter in Sachen Klima­schutz: Allein an 200 Stellen wird in dem Bericht auf Pflan­zen­kohle und ihr Poten­tial für die Kohlen­stoff-Spei­che­rung hinge­wiesen. Noch handelt es sich dabei nur um eine Empfeh­lung an die schwe­di­sche Regie­rung, in Zukunft auch das Recy­cling von Rest­bio­massen zu Pflan­zen­kohle zu fördern und Anreize dafür zu schaffen, dass Land­wirte mit Pflan­zen­kohle ganz natür­lich ihre Böden verbes­sern, Humus aufbauen und Kohlen­stoff spei­chern.

Das Land ist aber schon mit dieser Empfeh­lung seinen euro­päi­schen Nach­barn weit voraus: Deut­sche Behörden grübeln noch darüber nach, ob sie das bahn­bre­chend neue Produkt Pflan­zen­kohle auf dem Acker über­haupt zulassen sollen – hier hat die EU zumin­dest für den Biolandbau schon mal Fakten geschaffen und offi­ziell die Ausbrin­gung von Pflan­zen­kohle als Bodenverbesserer/Düngemittel erlaubt.